Gelliprint Papiertest: meine Erfahrungen mit verschiedenen Papieren

Gelliprint Papiertest: meine Erfahrungen mit verschiedenen Papieren

In meinen Gelliprint-Workshops werde ich immer wieder gefragt, welches Papier sich am besten zum Drucken eignet. Nach meinen 100 Tagen Gelliprint-Experimenten habe ich eine Vielzahl unterschiedlicher Papiere getestet – von günstigem Kopierpapier bis hin zu hochwertigem Künstlerpapier.

Natürlich hängt das Druckergebnis nicht nur vom Papier ab. Auch die verwendeten Farben, die Farbmenge auf der Gelplatte und die Drucktechnik beeinflussen das Ergebnis. Meine Empfehlungen dazu findet Ihr im Blogpost 
„Meine Lieblingsmaterialien für Gelliprint“.

Hier habe ich meine Erfahrungen für Euch zusammengefasst:

Druckerpapier (80–90 g/m²)

+ eignet sich gut für erste Versuche und Experimente

! reißt schnell bei zu dicker Farbe und bleibt bei zu trockener auf der Gelliplatte kleben
! Farben wirken oft etwas matt
! saugt die Farbe schnell auf

Braunes Kraftpapier

Mein Lieblingspapier!
+ warme, natürliche Grundfarbe
+ leicht raue, organische Oberfläche
+ eignet sich sehr gut für Magazine Prints und mehrere Drucke übereinander, da es sehr reißfest ist
+ bringt durch die braune Farbe zusätzliche „Tiefe“ in den Druck, besonders dunklere Töne wirken tiefer und intensiver

Clairefontaine Kraftpapier Block*

Packpapier (von der Rolle)

+ eignet sich sehr gut zum Drucken, auch wenn es sehr dünn ist
+ perfekt zur Weiterverarbeitung, da man es in Schichten übereinander kleben kann
+ schöne Farbintensität durch die braune Färbung
+ sehr saugfähig

Kraftpapierrolle (30m) *

Lila Kraftpapier

+ eignet sich sehr gut für Magazine Prints, da es sehr reißfest ist
+ bringt durch die lila Farbe zusätzliche „Tiefe“ in den Druck

Gibt es als Block bei Tedi.

Atlasseiten / Landkarten

+ eignet sich sehr gut für Magazine Prints, da es sehr reißfest ist
+ wenn man das Papier durchscheinen lässt, ergeben sich interessante Effekte zum Beispiel grafische Hintergründe durch Kartenlinien

! bei neuen Atlanten ist die Oberfläche teilweise leicht glänzend oder sehr glatt und die Farbe verschmiert

Seidenpapier

+ Perfekt für feine, transparente Drucke, die man später in Schichten für Collagen oder Mixed Media verwenden kann
+ die Farben wirken weich und leicht transparent

! je nach Qualität reißt es schnell und bleibt auf der Gelliplatte kleben

100 Blatt weißes Seidenpapier*

Fotokarton 300 g (schwarz)

+ eignet sich sehr gut für Magazine Prints, da er sehr reißfest ist
+ bringt durch die schwarze Farbe zusätzliche „Tiefe“ in den Druck
+ sehr stabil
+ gut bedruckbar durch die glatte Oberfläche

Schnittmuster

+ sehr reißfest, lässt sich gut von der Gelliplatte abziehen
+ schöner Effekt, das Papier „durchscheinen“ zu lassen mit einem Hintergrund aus Linien, Zahlen und Markierungen

! wenn die Farbe zu trocken ist, können leicht Knitterfalten entstehen, was allerdings auch schön als Vintage Effekt eingesetzt werden kann

Notenblätter

+ je nach Beschichtung und Alter eignet es sich sehr gut zum Drucken
+ es ergeben sich schöne Effekte durch die meistens durchscheinende Noten

! älteres Notenpapier kann schnell reißen bzw. auf der Gelliplatte kleben bleiben

Zeichenpapier 300g, glatt

+ eignet sich sehr gut für Magazine Prints, da es sehr reißfest ist
+ sehr stabil und hochwertig
+ stark saugfähig und man kann viele Farbschichten übereinander drucken

Aquarellpapier 300g

+ eignet sich sehr gut für Magazine Prints, da es sehr reißfest ist
+ sehr stabil und hochwertig
+ stark saugfähig und man kann viele Farbschichten übereinander drucken und auch mehrere ablösen
+ schöne Effekte durch raue, körnige Oberfläche

Indexseiten (Atlanten)

+ besonders die Indexseiten aus alten Atlanten (60iger Jahre) eignen sich sehr gut zum Drucken, auch für den Magazine Print
+ schöner Effekt durch die meistens durchscheinende Schrift

! die Farben werden matt

Vintage Buchseiten

+ je nach Beschichtung und Alter eignet es sich sehr gut zum Drucken
(dies ist ein Duden von 1903, die Seiten sind leicht beschichtet)
+ schöner Effekt durch die meistens durchscheinende Schrift
+ starker Vintage- und Collage-Charakter

! ältere Buchseiten (billiges Papier) können schnell reißen bzw. auf der Gelliplatte kleben bleiben

Mein Fazit

Nach vielen Tests habe ich festgestellt: Das perfekte Papier gibt es nicht.

Jedes Papier hat seinen eigenen Charakter und eröffnet neue kreative Möglichkeiten. Für Anfänger empfehle ich günstiges Kopierpapier, um viel auszuprobieren und das braune Kraftpapier.

Wer tiefer in die Technik einsteigen möchte, sollte auch die anderen Papiere mal ausprobieren.

Mein wichtigster Tipp: Experimentiert! Oft entstehen die schönsten Drucke auf Papieren, die man einfach nur mal ausprobiert hat.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Papieren beim Gelliprint gemacht?

Schreibt mir gerne Eure Tipps und Lieblingspapiere in die Kommentare.

Ich freue mich auf den Austausch!

GELLIPRINT

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Mein 100 Tage Projekt: 100 Gelliprint Experimente

Mein 100 Tage Projekt: 100 Gelliprint Experimente

Heute starte ich mein 100-Tage-Projekt.
100 Tage lang möchte ich mit der Gelliplatte experimentieren, spielen, ausprobieren und staunen.

Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag etwas Neues auszuprobieren: andere Papiere, neue Farben, Alltagsgegenstände, Pflanzen, reduzierte Drucke, wilde Schichten, neue Techniken – und ganz bewusst auch Dinge zu zeigen, die vielleicht nicht „gelingen“.

Denn wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann das: Die Magie des Gelliprints entsteht genau dann, wenn man loslässt, sich dem Rausch der Farben hingibt, spontane Zufälle zulässt und neugierig beobachtet, welche Überraschungen sich beim Abziehen des Papiers zeigen.
Jeder Druck ist ein kleines Abenteuer, ein Moment des Staunens und Ausprobierens.

Hier im Blog werde ich jeden Tag mein jeweiliges Experiment teilen – ehrlich, ungeschönt und mitten aus meinem kreativen Alltag.

Auf Instagram nehme ich euch alle 3–4 Tage mit. Dort verwende ich den Hashtag #100daysofgelliprint, damit ihr alle Experimente gesammelt sehen könnt.

Ich bin unglaublich gespannt, wohin mich diese 100 Tage führen werden – auf welche Farben, Formen und kleinen Momente der Überraschung ich stoßen werde. Und vor allem: welche Freude und Energie mir dieses tägliche Drucken schenken wird.

Mehr über das 100-Tage-Projekt von
Lindsay Jean Thomson auf Instagram: dothe100dayproject

Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir gerne!
Euer Feedback, Gedanken, eigene Erfahrungen oder Anregungen – ich freue mich über einen kreativen Austausch.

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Meine Lieblingsmaterialien für Gelliprint

Meine Lieblingsmaterialien für Gelliprint

Ich werde so oft gefragt: „Welche Farben nutzt du fürs Gelliprint? Welche Gelplatten kannst du empfehlen? Und welche Walze ist die beste?“ Deshalb dachte ich, ich sammle all meine Tipps und Lieblingsmaterialien für dich an einem Ort.

Gelliplatten & Walzen

Gelliplatten kann man selber machen, aber die Anschaffung lohnt sich wirklich, denn sie halten ewig und man kann sehr viel damit drucken.

Die große Gelplatte *  – 30,5 x 35,6 cm eignet sich sehr gut, um große Flächen oder um Stoff zu bedrucken.
Perfekt für den Anfang finde ich ist diese Gelplatte * (20,3 x 25,4 cm). Sie ist etwas kleiner als A4, so das man genau auf einem Blatt drucken kann.
Und mein Lieblingsformat:
Gelplatte 15 x 15 cm (6 x 6 inch)*

Alternativ gibt es auch noch die Gelplatten von Gelli Arts®: Gelli-Kunstplatte 20 cm x 25 cm *

Was man auf jeden Fall noch braucht, sind Gummiwalzen, um die Farbe auf der Platte zu verteilen.

Farben

Acrylfarben gibt es von hell bis dunkel und von flüssig bis sehr fest. Je mehr Pigmente eine Farbe enthält, desto höherwertiger und teurer ist sie. Beim Gelliprint sind die festeren Farben besser, sie weichen das Papier nicht auf und ergeben ein klareres Druckbild.

Im Idealfall löst sich mit dem bedruckten Papier der Großteil der Farbe von der Gelliplatte ab. Druckt die Farbe nicht auf das Papier, ist sie schon angetrocknet. Stärker pigmentierte, festere Farbe trocknet schneller und muss schneller verarbeitet werden.

Gut funktioniert Gellidruck mit folgenden Acrylfarben aus folgenden Serien:
1. Amsterdam Acrylfarben *
2. Boesner, die Hausmarke
3. Solo Goya Triton Acrylic *

Textilfarben

Für unser Buch haben wir Farben aus der Serie Textile Color verwendet. Achtung: Es gibt sie in zwei Varianten. Die 500ml-Farben heißen Textile Color Basic und sind dünnflüssiger. Textile Color Solid gibt es in 250 ml-Fläschchen, sie sind so dick, dass sie fast gelartig sind. Wirklich genial.

NEONFARBEN

Ich liebe Neonfarben. Sie sind allerdings meisten etwas flüssiger als die normalen Acrylfarben.

Hier kann ich die Boesner Studio Serie empfehlen und die Serie von Amsterdam (z.B. Neon Pink *)

Neon Stofffarbe

Auch für Stoffe gibt es hochpigmentierte Neonfarben für Stoffe. Mit brillanter Leuchtkraft und zwei tollen Effekten: Bei Tageslicht sind es kräftige Neonfarben und im Dunkeln ergeben sich bei Schwarzlicht faszinierende Leuchteffekte:

Piccolino

Kostenlose Materialien zum Drucken

Blätter & Naturmaterialien 
am besten kurze Zeit gepresst

Luftpolsterfolie
eine meiner Lieblingsmaterialien für tolle Effekte und interessante Hintergründe.

Spitze und Stoffreste
für romantisch-feine Muster

Wellpappe (z. B. aus Versandkartons)
Reiß sie an oder zieh die obere Lage ab – so entstehen Linienmuster und Rastereffekte.

Obst- oder Gemüsenetze
für feine Strukturen und Effekte

Knöpfe, Münzen, kleine Objekte
für feine Konturen und experimentelle Drucke.

Dies und das …

Künstlerseife – mein absoluter Geheimtipp. Damit bekommt man fast alles sauber, Stempel, Pinsel und auch die Hände :)

Gelliprint Buch

Und natürlich unser Gelliprint Buch * mit dem kostenlosen Onlinekurs mit vielen Tipps & Inspirationen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Habt ihr besondere Lieblingsprodukte?

Dann schreibt sie mir gerne in die Kommentare.

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Gelliprint-Buch: Kreative Drucktechniken auf Papier, Stoff und Holz

Gelliprint-Buch: Kreative Drucktechniken auf Papier, Stoff und Holz

Manchmal entwickeln sich aus einer kreativen Begeisterung Dinge, die man sich am Anfang noch gar nicht vorstellen kann.

Als Katrin Klink und ich 2021 unser Buch über Gelliprint veröffentlichten, war es für uns ein ganz besonderer Moment. Aus unzähligen Experimenten mit Farbe, Gelplatte und unterschiedlichen Materialien war ein Buch entstanden, mit dem wir unsere Freude an dieser vielseitigen Drucktechnik mit anderen teilen wollten.

Inzwischen ist unser Buch in die zweite Auflage gegangen und auch auf Englisch erschienen. Ein schöner Anlass, noch einmal hineinzuschauen und zu erzählen, was Gelliprint für mich bis heute so faszinierend macht.

Wie aus vielen Experimenten ein Buch wurde

Gelliprint lebt für mich vom Ausprobieren. Farbe auf die Gelplatte auftragen, eine Struktur oder ein Muster auflegen, Papier aufdrücken und schon ist der erste Druck fertig.
Beim 2. Druck entsteht ein fängt das experimentieren dann an. Mit einer zweiten Farbe löst man die erste Schicht ab und daraus entsteht etwas ganz Neues. 

Diese Mischung aus Gestaltung und Zufall fasziniert mich immer wieder neu. Mit der Gelplatte lassen sich ganz unterschiedliche Spuren, Strukturen und Farbschichten erzeugen. Alltagsgegenstände werden zu Druckwerkzeugen, Pflanzen hinterlassen ganz neue Formen und mit Schablonen erhält man ganz andere Strukturen.

Alle diese Experimente und Erkenntnisse haben Katrin Klink und ich in unserem Buch „Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz“ zusammengetragen. Wir wollten zeigen, wie vielseitig die Technik ist und wie aus einfachen Materialien individuelle Drucke entstehen können.

Was dich in unserem Gelliprint-Buch erwartet

Gelliprint lebt für mich vorm allem vom Ausprobieren und Experimentieren. Farbe auf die Gelplatte auftragen, eine Struktur oder ein Muster auflegen, Papier aufdrücken und schon ist der erste Druck fertig.
Beim 2. Druck entsteht ein fängt das experimentieren dann an. Mit einer zweiten Farbe löst man die erste Schicht ab und daraus entsteht etwas ganz Neues. 

Alle diese Experimente und Erkenntnisse haben Katrin Klink und ich in unserem Buch „Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz“ zusammengetragen. Wir wollten zeigen, wie vielseitig die Technik ist und wie aus einfachen Materialien individuelle Drucke entstehen können.

Wenn du dich intensiver mit Gelliprint beschäftigen möchtest, findest du im Buch viele Anregungen, um die Technik kennenzulernen, neue Möglichkeiten auszuprobieren und eigene Druckideen zu entwickeln.


Warum ich Gelliprint immer wieder neu entdecke

Auch nach vielen Jahren entdecke ich beim Drucken immer wieder neue Möglichkeiten. Ich kombiniere andere Farben, probiere ungewöhnliche Materialien aus und verwende meine Drucke für Collagen und Mixed-Media-Arbeiten weiter.

Besonders gern arbeite ich mit alten Buchseiten, Vintage-Papieren und Fundstücken. Sie bringen bereits Geschichten mit, die sich mit den Strukturen und Farben des Gelliprints verbinden. So entstehen Arbeiten, die sich nicht vollständig planen lassen und gerade deshalb ihren eigenen Charakter bekommen.

Diese Freude am Experimentieren ist auch ein wichtiger Bestandteil meiner Workshops im Studio Herzfrisch in Wuppertal.

Dort probieren wir unterschiedliche Drucktechniken aus, entdecken neue Materialien und entwickeln aus einzelnen Drucken eigene kreative Projekte.

Lust bekommen, selbst zu drucken?

Wenn du Gelliprint nicht nur auf Papier entdecken, sondern selbst mit Farben, Mustern und unterschiedlichen Materialien experimentieren möchtest, findest du im Studio Herzfrisch passende Workshops.

In meinen Gelliprint-Workshops geht es ums Ausprobieren, um überraschende Ergebnisse und darum, aus einzelnen Drucken etwas Eigenes zu entwickeln.

Meine liebsten Gelliprint-Materialien

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Gelliprint-Workshops im Studio Herzfrisch

zu den Workshops

Weitere Gelliprint-Experimente

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Ein Grund zum Feiern: Unsere Print Party 2025

Als Katrin Klink und ich 2021 unser Gelliprint-Buch veröffentlichten, war das für uns etwas ganz Besonderes. So viel Zeit, Herzblut, Ausprobieren und gemeinsame Begeisterung steckten in diesem Buch.
Und nun, ein paar Jahre später, gab es gleich zwei schöne Gründe zum Feiern: die zweite Auflage und die englische Ausgabe!

Das wollten wir natürlich feiern. Bei unserer Print Party haben uns viele kreative Menschen besucht und konnten nach Herzenslust Farben, Stempel und die Technik ausprobieren und experimentieren.

Für mich war diese Print Party deshalb mehr als eine Feier für ein Buch. Sie war eine Erinnerung daran, warum ich so gern kreativ arbeite: weil aus einer Idee etwas wachsen kann, das andere Menschen inspiriert. Weil aus Experimenten Geschichten werden. Und weil es einfach wunderbar ist, solche Herzensprojekte mit anderen teilen zu dürfen.

Gelliprint Magazine Print: Gesichter auf alten Landkarten

Gelliprint Magazine Print: Gesichter auf alten Landkarten

Am Wochenende habe ich nach längerer Zeit endlich wieder meine Gelliplatte herausgeholt. Auf meinem Arbeitstisch hatte sich inzwischen eine ganze Sammlung von Gesichtern angesammelt, die ich aus Zeitschriften gerissen hatte. Höchste Zeit also, daraus etwas zu machen!

Mein Lieblingsthema beim Gelliprint ist nach wie vor der Magazine Print. Ich liebe es, mit Bildern aus Zeitschriften zu experimentieren und dabei entstehen Drucke, die sich nur bedingt planen lassen – und genau das macht für mich den Reiz aus.

Für meine neue Druckrunde habe ich mir verschiedene Blau- und Gelbtöne ausgesucht. Verwendet habe ich Acrylfarben von Schmincke und als Druckuntergrund alte Landkarten.

Beim Experimentieren ist mir wieder aufgefallen, wie spannend das Zusammenspiel von Motiv und Papier sein kann. Besonders gut eignen sich für diese Technik in meinem Versuch alte Landkarten aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Das Papier ist häufig noch unbeschichtet und bringt eine ganz eigene Oberfläche mit.

Die feinen Linien, Ortsnamen und geografischen Strukturen bleiben als Hintergrund sichtbar und treffen auf die Gesichter aus den Zeitschriften. So entsteht eine spannende Mischung aus Porträt, Landkarte und abstraktem Muster.

Der Grunge-Effekt: Wenn alte Papiere ihre eigene Geschichte erzählen

Was mir an den alten Landkarten besonders gefällt, ist der Grunge-Effekt, der beim Drucken entstehen kann. Die Oberfläche wirkt lebendig, die Farben bekommen zusätzliche Strukturen und die ursprünglichen Kartenlinien schimmern durch den Druck hindurch.

Das Papier ist eben nicht einfach nur ein neutraler Untergrund. Es bringt seine eigene Geschichte mit und wird Teil des Motivs.

Genau deshalb sammle ich so gern alte Papiere. Buchseiten, Karten, Illustrationen und Fundstücke vom Flohmarkt können beim Gelliprint eine ganz neue Rolle bekommen.

Warum Magazine Print immer ein bisschen Zauberei ist

Beim Magazine Print weiß man nie ganz genau, welches Ergebnis am Ende auf dem Papier landet. Ein Motiv verändert sich, Farben legen sich darüber und Strukturen verbinden sich auf überraschende Weise.

Mit den alten Landkarten kommt für mich noch ein weiteres Überraschungsmoment hinzu. Die Gesichter treffen auf ein Stück vergangene Welt, auf Straßennetze, Namen und Linien, die ursprünglich einen ganz anderen Zweck hatten.

Magazine Print mit der Gelliplatte ausprobieren

Wenn du diese Drucktechnik selbst ausprobieren möchtest, brauchst du neben einer Gelplatte und Acrylfarben vor allem geeignetes Bildmaterial und Papier zum Experimentieren. Zeitschriftenbilder und alte Landkarten sind eine spannende Kombination, mit der du unterschiedliche Effekte entdecken kannst.

Probiere verschiedene Farbtöne aus und verändere den Untergrund. Gerade alte, unbeschichtete Papiere können interessante Ergebnisse liefern. Und wenn ein Druck nicht so wird wie geplant, lohnt es sich oft, eine weitere Farbschicht aufzutragen oder das Blatt später in einer Collage weiterzuverwenden.

Katrin Klink und ich haben die Technik des Magazine Print auch in unserem Buch „Gelliprint – Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz“ vorgestellt. Darin findest du weitere Anregungen rund um die Gelplattendrucktechnik.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du im Studio Herzfrisch außerdem Workshops, in denen wir mit Farben, Strukturen und unterschiedlichen Druckmaterialien experimentieren.

Und jetzt bin ich neugierig:

Hast du Magazine Print schon ausprobiert? Welche Papiere verwendest du am liebsten – und welche Überraschungen hast du beim Drucken erlebt?

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Mein Gelliprint Musterbuch zum MittwochsMix

Mein Gelliprint Musterbuch zum MittwochsMix

Inspiriert von den vielen verschiedenen Grüntönen draußen und Michaelas und SusannesMittwochsmix, bin ich in einen Gelliprint Druckrausch geraten und habe mit „Pflanzen und eckig“ experimentiert.

Aus den ganzen Drucken habe ich mir ein kleines Gelliprint Musterbuch hergestellt. Ich finde es ganz praktisch, das die Seiten nicht herumliegen und ich immer neue Muster einheften und andere zur Weiterverwertung herausnehmen kann.

Da finden auch die „unperfekten Drucke“ Platz … hier war das Papier hängengeblieben und ich habe ein Stück herausgeschnitten, was dann ja auch wieder zum Thema passte. Den Krokus und die Palme unten, habe ich übrigens per Transferverfahren mit dem Tintenstrahldrucker auf die Gelliplatte gedruckt.

In unserem artlaboratorium Zoom-Workshop „Botanisches“ stellen wir euch auch noch einige Ideen zum Drucken von und mit Pflanzen vor.

The Prophetic Pictures – mein blaues Sommersehnsuchtsbuch …

The Prophetic Pictures – mein blaues Sommersehnsuchtsbuch …

Heute zeige ich euch noch meine gesammelten blauen Sommererinnerungen in diesem kleinen Buch. Ganz viel Blau und ganz viel Fisch…

Die Untergründe habe ich mit der Gelliplatte gedruckt und darauf lauter bunte Schnipselfunde…

… das ist das Ende meiner kleinen Sommerreise… ich bin gespannt wie euch mein blaues Sehnsuchtsbuch gefällt …

Das kleine Buch habe ich übrigens mit diesen blauen Seilen gebunden, die ich am Strand gefunden habe.

Jetzt schicke ich noch viele blaue Sommergrüße an Michaela und Susanne, die diesen Sommer beim MittwochsMix alles zum Thema Blauer Sehnsuchtssommer sammeln.

Habt einen tollen blauen Mittwoch!

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